Deutsche Amateurfunkstation - DB6LL
Antennentesttag 2026

Antennentesttag_2026
Fast drei Jahre nach dem letzten Antennentesttag haben wir wieder einen Tag zum Experimentieren, Basteln, Testen, Klönen und Grillen auf der Wiese von Wilfried (DL8HAV) und Raimund (DG6HB) verbracht. Das beliebte Fieldday-QTH mit dem stationären APRS-Rufzeichen DL0HE liegt in der Nähe von 25485 Mullendisch zwischen Hemdingen und Bevern.

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Als ich gegen 10:15 Uhr auf der Wiese ankam, hatten Tom (DM6GS) und Alex (DN9MOO), beide von M21, bereits ein Zelt mit Vordach aufgebaut und waren schon am Funken. Jan (DJ1JAN) befestigte mit den letzten Handgriffen ein Tarp - eine Zeltplane mit Ösen und Abspannschlaufen - mithilfe von zwei Saugnäpfen an seinem PKW.

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Das Wetter zeigte sich an diesem Tag äußerst ungemütlich und nasskalt. Die Wettervorhersage wurde von der Realität sogar noch unterboten. Wenn es nicht regnete, kletterte das Thermometer maximal auf 12 Grad, während der zahlreichen kurzen Regenschauer sank die Temperatur immer wieder bis auf 8 Grad. Dazu wehte ein beständiger Südwestwind mit Böen bis 22 km/h.

14 Hams fanden den Weg auf die Wiese. Acht kamen ohne eigenes Equipment, sieben bauten ihre Stationen mehr oder weniger wettergeschützt auf.

Tom und Alex hatten mit ihrem Zelt mit Vordach eindeutig den besten wind- und wettergeschützten Platz. Während Tom mit seinem bewährten Funkkoffer und einem vertikalen Viertelwellenstrahler (Chelegance MC-750) auf 20 m in SSB QRV war, funkte Alex mit seinem IC-705.

Wie ihr auf dem Foto sehen könnt, wurde es, wenn die Sonne nicht schien, wirklich schnell kalt :-)

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Michael (DL5HCM) baute sein Shack unter einer großen Plane leicht wind- und regengeschützt auf und war mit einer selbstgebauten T2FD-Antenne sowie seinem Yaesu FT-818ND in SSB und CW QRV.

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Eine Nahaufnahme der T2FD-Antenne.

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Zac (DL2ZPA) hatte eine handheld Dualband-Kreuzyagi dabei und testete gemeinsam mit seinem Handfunkgerät die Erreichbarkeit der Afu-Satelliten und der schleswig-holsteinischen Relaisfunkstellen.

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Jan-Henrik (DG8HJ) hatte eine Maestro Control Console für seinen FLEX-Transceiver mitgebracht und konnte damit seinen FLEX zu Hause über das Mobilfunknetz fernbedienen. Er war remote auf 40 Meter QRV.

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Jan war mit seinem neuen Yaesu FTX-1F Field und seiner PAC-12-Antenne auf 20 m und 10 m in SSB QRV. Als Stromversorgung nutzte er faltbare Solarpaneele und einen externen Akku.

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Außerdem hatte Jan seinen Xiegu X6100 mitgebracht, sodass ich endlich ein Foto mit den drei QRP-Geräten Icom IC-705, Yaesu FTX-1F Field und Xiegu X6100 auf einem Tisch machen konnte.

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Während der Xiegu durch seine Kompaktheit und den integrierten Antennentuner überzeugte, spielten Icom und Yaesu ihre Stärken beim Empfänger und bei den Akkulaufzeiten aus. Besonders positiv fiel mir die Audio­wieder­gabe des FTX-1F Field über seine zwei integrierten Lautsprecher auf.

Ich selbst hatte meinen IC-705 zusammen mit dem Laptop zunächst auf einem Campingtisch hinter dem Fahrzeug unter der geöffneten Kofferraumklappe aufgebaut. Die ständigen kurzen Regenschauer zwangen mich jedoch dazu, mit meinem Equipment auf die Ladefläche umzuziehen und bei jedem Schauer die Heckklappe zu schließen.

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Mit meiner PAC-12 war ich auf 20 m und 40 m QRV und konnte dabei meine neue Abspannung, die neuen markierten Radials sowie den Regenschutz für die Abstimmspule testen. Dieses Mal hatte ich allerdings nur vier der insgesamt sechzehn möglichen Radials ausgelegt.

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Die Wiederkehrgenauigkeit der Abstimmung der PAC-12 beim Aufbau und beim Bandwechsel begeistert mich immer wieder. Mithilfe der Kurzanleitung von DO1HFS (FUNKFIEBER - Outdoor & Funk) lässt sich die Antenne schnell auf das gewünschte Band anpassen, wobei die Resonanzfrequenz mit guten VSWR-Werten stets mitten im Band oder sehr nahe daran liegt.

Bevor ich "on air" ging, überprüfte ich die Abstimmung dennoch mit meinem VNA und musste für ein gutes VSWR nur minimal nachjustieren.

Meine Stromversorgung bestand aus einem selbstgebauten LiFePO4-Akkukasten (12 Volt, 36 Ah, 460 Wh) und einem faltbaren mobilen 60-Watt-Solarpanel. Mein Laptop wurde über einen 300-Watt-Sinus-Wechselrichter aus der Akkubox versorgt. Das verursachte allerdings HF-Störungen auf den Bändern - das muss ich noch näher untersuchen und eine Lösung finden.

Sergej (DB5SER) war diesmal unser Grillmeister. Seinen mitgebrachten Grill und auch die Holzkohle brauchten wir jedoch nicht, da Grillfried seinen Schwenkgrill aufgebaut hatte und mit vorhandenem Bruchholz für eine perfekte Glut sorgte. Weil fast jeder etwas mitgebracht hatte, mangelte es weder an Würstchen, Fleisch, Kartoffelsalat, Krautsalat, Sauerkraut, Paprika noch an Brötchen.

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Aufgrund des Wetters wollte beim gemeinsamen Mittagessen allerdings kein richtiges Barbecue-Feeling auf­kom­men, und selbst das Bier schmeckte nicht ganz so lecker wie sonst.

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Auch die Ausbreitungsbedingungen waren schlecht - sehr schlecht sogar. Eine aktive bis stürmische Geomagnetik (Kp 4-6) beeinträchtigte die HF-Bedingungen spürbar; die MUFs lagen etwa 15-20 % niedriger als üblich. Entsprechend haben wir nur wenige QSOs geführt.

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Mein Fazit:

Es war zwar zu kalt, zu stürmisch und zu nass - dennoch war es ein gelungenes und gemeinschaftsförderndes Treffen, das mir in dieser Kombination wieder große Freude bereitet hat. Der Ablauf verlief angenehm stressfrei, und wir konnten viele interessante und anregende Gespräche führen. Eine Wiederholung wäre allerdings in einer Jahreszeit mit besserem Wetter wünschenswert.

Besonders gefreut hat mich die hohe Beteiligung und der Besuch aus M21: 14 Personen sind zu so einem Anlass und unter diesen Wetterbedingungen eine wirklich beachtliche Zahl.

Vielen Dank an alle, die zum Gelingen des Antennentesttages beigetragen haben – insbesondere an Wilfried und Raimund für diese hervorragende Location.


Hartmut, DB6LL


Hinweis: Dieser Text wurde mit Bildern von Michael (DL5HCM) und mir erstellt.

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